8 Tipps um schneller Englisch zu lernen

Wenn du das Ziel hast, schneller Englisch zu lernen als bisher, dann hast du vereinfacht gesagt zwei Möglichkeiten dazu:

  1. Du kannst einerseits deinen Lernaufwand erhöhen – also die Stunden, die du investierst, um Englisch zu lernen.
  2. Oder du kannst dafür sorgen, dass du deine Zeit besser nutzt – also effizienter Englisch lernst als bisher.

Für maximalen Fortschritt kannst du natürlich beide Strategien nutzen.

Doch hier jetzt konkret meine besten 8 Tipps um schneller Englisch zu lernen:

Tipp #1: Lern nicht nur aus Schulbüchern

Typischerweise lernt man Englisch fast ausschließlich aus Schulbüchern. Doch auch wenn diese einen gewissen Nutzen haben in punkto Grammatik und Vokabeln – das Lernen sollte sich nicht nur darauf beschränken!

Viel wichtiger ist es aus meiner Sicht, dass man echten Native Speakern beim Reden zuhört bzw. dass man die Texte englischer Autoren liest.

Welche Themen interessieren dich? Welche Hobbies hast du?

Auf Basis dessen könntest du dir geeignete Youtubekanäle in englischer Sprache suchen oder einen Podcastkanal abonnieren. Oder lies dein Lieblingsbuch doch mal auf Englisch statt auf Deutsch. Und auch deine Lieblings-TV-Serie könntest du dir zur Abwechslung mal auf Englisch anschauen.

Doch eines finde ich dabei wichtig: Belass es nicht beim reinen Hören oder Lesen. Sprich: Konsumiere diese Medien nicht nur passiv, sondern arbeite damit! …

Tipp #2: Konsumiere Medien nicht nur passiv

Es kann einen gewissen Nutzen haben, wenn man komplett eintaucht in die Sprache und zum Beispiel eine TV Serie mal auf Englisch guckt, eine englische Zeitung liest, Youtubevides auf Englisch ansieht oder ein Buch seines Lieblingsautors auf Englisch statt auf Deutsch kauft.

Trotzdem sollte man es nicht gänzlich darauf belassen und die Inhalte nur rein „passiv“ konsumieren. Hier und da sollte man sich eine Passage bewusst herausnehmen und genauer analysieren:

  • Was bedeuten die Vokabeln und Redewendungen genau? Und vor allem: Wie kann man die Bedeutung in einfacherem Englisch umschreiben?
  • Und wie kann man diese Vokabeln und Redewendungen auch noch in Beispielsätzen verwenden?
  • Warum benutzt der Autor hier beispielsweise als Präposition „of“ und nicht „for“?
  • Wie hätte man einen bestimmten Satz anders formulieren können, mit anderen Vokabeln, die im Grunde dasselbe aussagen würden?

Mit diesen und ähnlichen Dingen tauchst du ganz tief ein in die englische Sprache und lernst viel mehr als mit reinem passiven Konsumieren. Und du lernst so auch deutlich mehr als mit den meisten Schulbüchern …

Tipp #3: Konzentriere dich auf deine Schwächen

Ein oft gegebener Ratschlag ist, dass man sich vor allem auf seine Stärken konzentrieren sollte.

Doch wenn es um das Erlernen einer Sprache geht, dann ist es durchaus angebracht, sich hier und da auch auf seine Schwächen zu konzentrieren.

Ich zum Beispiel habe irgendwann gemerkt, dass meine größte Schwäche in den Präpositionen liegt. Also habe ich mich eine Zeit voll und ganz darauf konzentriert und somit Schritt für Schritt diese Schwäche ausmerzen können.

Genau das mache ich im Moment übrigens auch bei meinem Bestreben die italienische Sprache zu erlernen. Und siehe da: Die Fortschritte sind mit einem Mal viel größer als zuvor!

Tipp #4: Verlasse beim Lernen deine Komfortzone

Dies hängt eigentlich unmittelbar mit Tipp #3 zusammen, denn wenn man sich auf Schwächen konzentriert, dann verlässt man damit notwendigerweise seine Komfortzone.

Dennoch möchte ich hier noch einmal gesondert darauf hinweisen, da ich dies für absolut wichtig erachte, um möglichst schnelle Fortschritte zu machen.

Wenn du Englisch lernst, dann mach nicht immer das, was dir leicht fällt. Hast du zum Beispiel in Englisch das Niveau B1, dann beschäftige dich mit Texten, die für Lernende auf B2-Niveau gedacht sind.

Oder hör dir ruhig auch Videos und Audioaufnahmen von Native-Speakern an (die eben auf Niveau C2 sprechen). Natürlich ist es dabei von Vorteil, wenn es dazu Untertitel, Transkripte und Vokabelerklärungen gibt (wir planen zum Beispiel schon demnächst einen Kurs zur ersten Staffel der TV Serie „the Big Bang Theory“ zu veröffentlichen, wo wir dies alles zur Verfügung stellen).

Tipp #5: Mach das Englischlernen zu einer (Mini-)Gewohnheit

Solange regelmäßiges Lernen noch keine Gewohnheit für dich ist, wirst du ständig Willenskraft dafür aufwenden müssen. Und mit der Zeit – wenn die Anfangseuphorie verflogen ist – wird der nötige Aufwand an Willenskraft immer mehr. Bis man schlussendlich das Handtuch wirft …

Eine Lösung kann es da sein, dass man Mini-Gewohnheiten etabliert.

Mini-Gewohnheiten sind so klein, dass man möglichst wenig Willenskraft braucht, um sie sich anzugewöhnen.

Mein Tipp daher: Nimm dir zunächst nur vor, mindestens fünf Minuten jeden Tag zu lernen – und damit meine ich wirklich JEDEN Tag!

Hast du mal keinen Bock auf Englisch lernen, dann kannst du ja nach diesen fünf Minuten wieder aufhören. Doch an manchen Tagen werden aus den fünf Minuten schnell mal 30 Minuten oder sogar noch mehr.

Und vor allem: Es wird nicht lange dauern, bis fünfminütiges tägliches Lernen eine Gewohnheit ist. Denn wenn man wenig Willenskraft für eine Aktivität braucht, dann wird es recht schnell zur Gewohnheit.

Und das ist auch genau der Grund, warum es nicht klug wäre sich vorzunehmen, dass man von jetzt an jeden Tag eine Stunde lang Englisch lernt.

Denn dafür würde man viel Willenskraft brauchen. Die Gefahr ist groß, dass man dann nach wenigen Tagen bereits wieder aufgibt.

Tipp #6: Sorge für fixe Lernzeiten

Zusätzlich zur Etabilierung von Mini-Gewohnheiten könntest du dann und wann noch für fixe Lernzeiten sorgen. Zum Beispiel könntest du einen Termin mit dir selber vereinbaren und diesen sogar in deinem Terminkalender notieren.

Somit sorgst du für zusätzliche fixe Lernzeiten und erhöhst damit automatisch die Zeit, mit der du dich mit Englisch beschäftigst.

Beachte aber unbedingt, dass es zu einer Zeit ist, wo du nicht sowieso schon voll unter Stress stehst oder/und ständig durch irgendetwas abgelenkt wirst.

Für den Anfang wird es sicher schon reichen, wenn du dir einmal die Woche einen solchen Termin setzt. Sofern du jeden Tag sowieso schon mindestens fünf Minuten Englisch lernst, wirst du damit schon ganz gute Fortschritte machen. Steigern kannst du das Ganze in der Zukunft ja immer noch.

Tipp #7: Nutze die Pomodoro-Methode

Wenn du für fixe Lernzeiten sorgst (siehe Tipp #6), dann könntest du diese noch zusätzlich effizienter gestalten, indem du die Pomodoro-Methode nutzt.

Laut Wikipedia ist die Pomodoro-Technik eine Methode des Zeitmanagements. Ursprünglich verwendet das System einen Kurzzeitwecker, um Arbeit in 25-Minuten-Abschnitte – die sogenannten pomodori – und Pausenzeiten zu unterteilen.

Aufgrund neuerer Forschung kann ich dir empfehlen, die Arbeitszeiten auf etwa 45 Minuten zu begrenzen. Denn solange kann unser Gehirn volle Leistung abrufen – danach würde die Leistung rapide abfallen.

Der große Vorteil dieser Methode ist übrigens, dass wir von Anfang an genau wissen, dass wir nur 45 Minuten Zeit haben. Somit werden wir von vornherein viel konzentrierter bei der Sache sein als wenn wir uns unbegrenzt Zeit nehmen würden dafür.

Wichtig ist dabei auch genau festzulegen, was wir in dieser Zeit lernen wollen und dass uns dies auch ein Stück weit herausfordert (uns aber nicht überfordert!).

Tipp #8: Setze Englisch aktiv ein

Wir sollten Englisch nicht immer nur auf jene Art und Weise lernen, dass wir Videos lauschen, Texte lesen, englische Ausdrücke analysieren sowie Grammatik und dergleichen lernen.

Zusätzlich sollten wir die Sprache auch regelmäßig aktiv einsetzen. Und das geht in der heutigen Zeit auch ganz leicht und man muss eben nicht in einem Land wohnen, wo die jeweilige Sprache gesprochen wird!

Einerseits kannst du dir angewöhnen von Zeit zu Zeit bewusst in Englisch zu denken oder mit dir selbst zu sprechen – beispielsweise unter der Dusche.

Du kannst dir aber auch angewöhnen, regelmäßig in Englisch Texte zu bestimmten Themen zu verfassen. Beispielsweise könntest du das ja zu einer täglichen Mini-Gewohnheit machen.

Oder du kannst dein SmartPhone nutzen und mit Siri kommunizieren bzw. mit Alexa.

Oder du kannst mal genauer überlegen, wie die einzelnen Artikel im Supermarkt auf Englisch heißen würden etc …

Und wenn du mal nicht genau weißt, wie du einen bestimmten Satz auf Englisch formulieren würdest oder ein Vokabel oder eine Präposition nicht kennst, dann ist das kein so großes Problem in der heutigen Zeit. Schau doch einfach im Internet nach. Es gibt genügend zuverlässige Quellen wo man nachschauen kann.

 

Das waren mal die aus meiner Sicht wichtigsten 8 Tipps um schneller Englisch zu lernen als bisher. Fehlt womöglich noch ein wichtiger Tipp? Falls ja, dann verrate es uns doch in den Kommentaren 😉

 

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